Freitag, 9. Oktober 2009

Trial and Error – polit.x zieht um auf wordpress

polit.x zieht um und ist ab sofort ist nur noch auf Wordpress erreichbar. Nachdem ich vor drei Monaten mit dem Bloggen auf twoday begonnen habe, sah ich mich mit einigen technischen und Usability-Problemen konfrontiert.
Auf der Suche nach sinnvolleren Alternativen bin ich über Wordpress gestolpert und auch dabei geblieben. Damit höre ich auch mit der sinnlosen doppelten Blogführung auf und schreibe nur noch hier.

polit-x-auf-WordPress
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Montag, 21. September 2009

Wir bewegen die Welt – mit Inhalten #undallesoyeaahh

Markus Siepmann schrieb gestern über sein zwiespältiges Verständnis zu #undallesoyeaahh, dem ich mich ohne weiters anschließen kann. Er schreibt über die Macht des Internets und der Online-Elite wenn es darum geht, Informationen zu verbreiten und selbst Aktionen zu organisieren.

Nicht nur die Geschwindigkeit, in der sich eine Kampagne entwickeln kann, lässt manchen Marketing-Chef grün vor Neid werden: es sind gerade die funktionierenden Übergänge zwischen offline und online, die schon oft als Ziel integrierter Kommunikationskampagnen ausgerufen und doch nur selten realisiert wurden.

Bei aller Liebe zur Technik und den Möglichkeiten die uns das Netz bietet kommt Siepmann zu dem folgenden Schluss:

Wir sind mittlerweile zu verliebt in die Kommunikationsmechanismen und zu wenig interessiert an den Kommunikationsinhalten.

Richtig. Kann ich nur unterstützen. Es ist schön, dass wir derzeit noch alle technischen Möglichkeiten ausprobieren können. Wenn wir die politische Entwicklung aber vorantreiben wollen müssen wir nach Wegen suchen, wie wir die Informationen, Nachrichten und Diskussionen nicht nur möglichst toll dargeboten ins Internet sondern auch zu den Menschen bringen. Derzeit geht es noch darum den sinnvollen Umgang mit der Technik zu verinnerlichen. Gleich danach muss das Augenmerk auf die inhaltliche Arbeit gelegt werden. Ansonsten laufen wir Gefahr unsere politische Arbeit und die Kampagnen für uns selbst zu machen und nicht für die, um die es eigentlich geht.

Zu glauben, dass diese Veränderung von der Politik allein initiiert und durchgeführt werden muss, ist falsch. Gerade die Meinungsführer im Netz, die in ihrem Denken und Handeln flexibler sind als große Parteien, spielen hier eine wichtige Rolle. Es liegt zu einem guten Teil auch an ihnen die neue Konzentration auf Inhalte loszutreten. Flashmobs sind wichtig und zeigen, dass es funktioniert. Zu einer sinnvollen Bewegung und Zukunftsgestaltung gehört aber mehr.



PS: In der Zwischenzeit kann schon mal das #undallesoyeaahh Poster ersteigert werden.
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Montag, 31. August 2009

Zwischen Zorn und Kritik ist alles beta

Im Rahmen des Blogday 2009 möchte ich hier fünf Blogs vorstellen die ich gerne lese.

“Life is Beta” könnte das Motto von Michel Reimons Blog betathoughts lauten – alles bewegt sich. Und seitdem der scharfsinnige Beobachter die Blog-Welt für sich neu entdeckt hat, schätzt er die direkte und schnelle Meinungsäußerung, natürlich ohne dabei seine journalistischen Wurzeln zu vernachlässigen.

Der Zorn des Gerechten. Wenn er mal loslegt gibt es fast kein Halten mehr. Chris Baumgartners Blog Politwatch hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem fixen Bestandteil der österreichischen Bloggerszene gemausert. Seine punktgenaue Ausdrucksweise, der Überblick den er zu den einzelnen Themen besitzt und seine fundierte Argumentation sind wohl die Gründe dafür. Vor allem die rechte Politik muss sich hier ordentlich anschnallen.


Yussi schafft Wissen. Und das auch noch gut geschrieben. Sein Blog "Yussi goes to..." lese ich gerne, nicht nur weil er uns einen Einblick in die Amerikanische Seele liefert sondern auch wissenschaftlich relevante Informationen zum Thema Web2.0 publiziert.


Da stirlt einer herum und wirbelt nicht nur die Asche auf sondern bringt auch die Kohle zum Glühen. Thomas ist der leidenschaftliche Kritiker und teilt gerne aus mit der Hoffnung, dass er eine Veränderung zum Positiven erreichen kann. In seinem Blog feuerhaken.org kritisiert er schonungslos und konstruktiv was er für falsch oder richtig hält. Das macht ihn lesenswert.


„Fuck you“ ist das neue „Thank you“ heißt es in diesem Bild-Blog. Was das genau heißen soll weiß ich immer noch nicht. Aber ich mag deren Text-Bild-Kombinationen.

http://www.blogday.org
http://technorati.com/tag/BlogDay2009
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Donnerstag, 27. August 2009

Propaganda-Zombies in Social Networks

Breitgetrampelte Kommunikationswege funktionieren einwandfrei. Den PR-Verantwortlichen machen jedoch die „sozialen“ Netzwerke schwer zu schaffen. Diese werden immer wichtiger und stärker, während der Großteil der kommunikationsfreudigen Unternehmen noch kein geeignetes Mittel gefunden hat um den austauschwilligen Konsumenten zu begegnen. Die Datenautobahn der privaten und öffentlichen Netzwerke stellt weltweit Unternehmen vor grundsätzliche Fragen: Muss ich dabei sein? Was bringt mir das? Wie mache ich das am besten? Wie messe ich den Erfolg? Wie viel ist zu viel?

Unter dem Titel „Social Networks – Fluch oder Segen für die PR?“ (im Rahmen der OTSConnect Diskussionsreihe) traten gestern fünf Experten an, um einen Erklärungs- und Interpretationsversuch zu wagen. Teilnehmer an der Podiumsdiskussion waren Martin Fichter (APA, Wien Redaktion), Andrea Fleischhacker (ING-DiBa, Kommunikation), Gerlinde Hinterleitner (derstandard.at), Georg Leyrer (APA Kultur) und Andreas Riepl (GTN Solutions).

Martin Fichter (APA, Wien-Redaktion), Gerlinde Hinterleitner (Geschäftsführerin derstandard.at), Andrea Fleischhacker (Pressesprecherin ING-DiBa), Georg Leyrer (APA, Kultur-Redaktion) und Andreas Riepl (Geschäftsführer gtn-solutions); 
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Fotocredits_APA-OTS_Thomas Preiss
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Über Web-Monitoring und Propaganda-Zombies
Andrea Fleischhacker, die Kommunikationsverantwortliche der ING-DiBa, ist sich der zunehmenden Bedeutung des Dialogmediums Internet bewusst und investiert auch in ein umfangreiches Web-Monitoring. Nicht ohne Grund, denn man will ja wissen, wo über das Unternehmen und verwandte Themengebiete gesprochen wird, um dann entscheiden zu können, ob man dazu etwas sagen möchte oder nicht. „Es gibt den Impuls sich zu verteidigen sobald etwas Schlechtes kommt“, erklärt Fleischhacker, empfiehlt aber gleichzeitig zu widerstehen und „nicht im Affekt zu reagieren“. Ihrem Urteil, dass ein Unternehmen auch Kritik zulassen können muss um dann auch ehrlicher zu wirken, kann ich mich nur anschließen. Schließlich kann es auch eine selbstreinigende Wirkung haben, wenn Kritik zugelassen, aufgenommen und beherzigt wird.

Georg Leyrer ist ein Social Media Fan. Er findet es auch in Ordnung, wenn Organisationen in Austausch mit Konsumenten treten. Die Unternehmenskommunikation würde er allerdings lieber nicht den PR-Leuten überlassen. Die Gefahr, dass die zuständigen Mitarbeiter zu „Propaganda-Zombies“ werden sei zu groß. Seiner Meinung nach sollten wir uns auch davon verabschieden immer nur über uns selber (das eigene Unternehmen) zu sprechen. „Wer 95 Prozent der Zeit freihändig etwas hergibt, bringt dann 5 Prozent Botschaft viel leichter unter“, bringt er die Theorie in seinem Blog auf den Punkt. Als ein positives Beispiel nennt er die aktuelle Sommerkampagne der NBA.
Hierzu ergänzend sieht Martin Fichter die zukünftigen Aufgaben der PR-Leute eher darin, sich verstärkt mit Guerilla-Taktiken auseinander zu setzen.

Viral, aber wie?
Wie das Rezept für eine sichere virale Verbreitung aussieht, konnte keiner der Experten wirklich sagen. Authentizität ist aber das Kredo, wenn es um gute Online-Kommunikation geht, sagt Andreas Riepl und meint damit Transparenz im Umgang mit Usern, Kommentaren und Postings.

„Erst wenn du als Unternehmen nicht mehr die Kontrolle darüber hast, was mit deiner Kampagne passiert, hast du eine gute virale Kampagne.“ Dass dieser Ausspruch von Georg Leyrer in einer idealen Welt stimmen mag, bin ich überzeugt. Die Meldung aus dem Publikum (von Barbara Rauchwarter, Marketing- und Kommunikationsleitung der APA-Gruppe) beweist aber wie schwer dieses Umdenken wirklich ist: „Wenn es in Unternehmen Ängste gibt, dann die die Kontrolle zu verlieren.“ Deshalb wird es ihrer Meinung nach noch fünf bis zehn Jahre dauern, bis diese Denkweise genügende Verbreitung gefunden hat.

Alles für die Leser
„An manchen Tagen ist es nicht so einfach zu akzeptieren, dass das die Menschen sind für die man arbeitet“, sagt Gerlinde Hinterleitner und meint damit die Armeen von besserwisserischen Lesern und solchen die ihren Frust gegen die Online-Redaktion von http://derstandard.at in ihren Postings abladen. Allerdings gewinnt sie den Foren auch viele gute Seiten ab. Jedes Posting wertet den redaktionellen Aspekt und damit auch die Arbeit der Journalisten auf. Durch die Kommunikation in den Foren treten die Menschen nicht nur in gegenseitigen Austausch sondern tragen auch zur kollektiven Wissensvermittlung bei. „User reden nicht nur gerne mit, sondern helfen auch gerne mit ihrem Expertentum.“

Die pure Existenz von Social Media erleichtert laut Martin Fichter die journalistische Arbeit aber nicht, obwohl man annehmen könnte, dass die spannenden Geschichten immer nur so auf die Journalisten einprasseln. Da es immer schwerer fällt festzustellen, aus welcher „Richtung“ bestimmte Bewegungen kommen erhöht sich der Rechercheaufwand. Es fällt immer schwerer herauszufinden wer die wahren „Initiatoren“ sind. Als Beispiel nannte er auch die Grünen Vorwahlen.

Spannend, aber noch nichts für uns
Für eine gelungene Kommunikation im Web ist dessen ständige Beobachtung der erste Schritt in die richtige Richtung. Einfach nur mal zuhören und sehen was die Leute wollen. Damit ist man meiner Meinung nach aber noch längst nicht dort, wo man in der Online-Kommunikation sein könnte/sollte. Zu viele Stolpersteine gilt es noch aus dem Weg zu räumen. Angefangen von der Kommunikationsunwilligkeit vieler Unternehmensleitungen bis zu ganz praktischen Problemen wie fehlenden Ressourcen oder mangelndem KnowHow. Darum bringt es Andrea Fleischhacker in ihrem Eröffnungsstatement ganz gut auf den Punkt: Die Nutzung von Social Media in ihrem vollen Umfang ist „spannend, aber noch nicht für uns.“

Alles in Allem hat mir die Veranstaltung gut gefallen. Die Diskussionsteilnehmer haben sich Mühe gegeben die Inhalte spannend zu vermitteln. Leider wurde in der Regel aber nur an der Oberfläche der Themen diskutiert. Für eine „allgemeine“ Social Media-Veranstaltung also ganz in Ordnung. Für tiefergehende Gespräche und Überlegungen bleibt ja noch Zeit…

Hier gehts zu den Pressefotos und zur Facebook Fanpage von OTSconnect.
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polit.x ist auf wordpress umgezogen. Ab sofort zu finden unter http://politx.at

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